Tipps und Tricks

Sicherungen

Die Aufgabe der Sicherung ist primär Brandschutz und Schutz der Leitung. Die Sicherung wird anhand des kleinsten Querschnitts in der Schaltung ausgelegt und "verbrennt/verglüht" im Fehlerfall anstelle dieser Leitung. Das "Verbrennen/Verglühen" der Sicherung geschieht im speziell ausgelegten Container/Gehäuse. Weiterhin durch Feinauslegung im Verbrauchergerät kann die installierte Sicherung als eine "Sollbruchstelle" im Fehlerfall fungieren. Damit wird das Gerät von Folgeschäden im Fehlerfall geschützt. Eine ausgelöste Sicherung zeigt auf einen aufgetretenen Fehler im Schaltkreis. Dieser soll vor dem Austausch der Sicherung gründlich von Fachmann geprüft werden. 
 
Es gibt verschiedene Sicherungsarten: Superflink, Flink, Träge, Superträge etc. Dies definiert die Zeit, die eine Sicherung zwischen dem Fehlerfall und der tatsächlichen Stromunterbrechung braucht. Wobei die Superflink am schnellsten reagiert. Bei manchen Konstellationen ist der Stromkreis so ausgelegt, dass z.B. der Anlaufstrom einen etwas höheren Wert hat, als der Betriebsstrom. In diesem Fall wird oft Träge-Sicherung für Betriebszustand benutzt, wo sonst die Flinke schon beim Anlaufstrom auslösen würde.
 

Wir freuen uns sehr, wenn dieser Ratgeber Ihnen hilfreich war, wollen jedoch auch erwähnen das dieser Ratgeber keineswegs auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Vollkommenheit einen Anspruch erhebt.

Wir haben in unserem Shop eine große Sortiment an Sicherungen im Angebot und würden uns über Ihren Besuch sehr freuen.

Spannungswandler DC->AC 12V auf 230V

Zur Zeit gewinnen die Spannungswandler immer mehr an Aufmerksamkeit der Kundschaft und die Technologie ist inzwischen soweit, dass man diese Geräte mit zufriedenstellenden Leistung/Wattzahl zu einem vernünftigen Preis erwerben kann. Worauf sollte man bei dem Kauf achten?

Man sollte zunächst ungefähr einschätzen wieviel Watt man maximal braucht, dazu sollte man alle Wattzahlen der Geräte, die u. U. gleichzeitig laufen werden, einfach zusammenaddieren: z.B. TV: 40 Watt + DVD: 30 Watt + Sparlampe 15W + Notebook: 100 Watt = 185 Watt

Es gibt grundsätzlich drei Arten von Spannungswandler, die sich nach dem Ausgangwellentyp unterscheiden lassen:  Sinuswelle, Quasisinus und rechteck angepasste Sinuswelle. Die Ersteren sind teuerer, da hier mit der Elektronik ein Sinussignal wie aus der Steckdose nachgeahmt wird, die Geräte werden nicht immer gebraucht, nur in bestimmten Fällen. Im Regelfall können die Verbraucher auch ganz gut die angepassten Sinuswellen vertragen. Aufpassen sollte man auf jeden Fall bei induktiven Lasten, nicht jeder Spannungswandler ist hierfür geeignet, da z.B. manche Motoren beim Start das 10fache der Leistung verbrauchen. Bei rein ohmschen Lasten wie Wasserkocher, Kaffeemaschine etc. ist die Wellenform völlig unwichtig. 

Nun stellt sich die Frage: wie lange kann man die Verbraucher über Spannungswandler betreiben bis der Akku leer wird? Grundsätzlich gilt: "Watt ist ein Watt" egal bei welcher Spannung. Wenn wir 200 Watt über Spannungswandler ziehen, so sind es auch 200 Watt an der Niederspannungssseite, d. h. 200 Watt / 12 Volt = 200 Volt * Amper / 12 Volt = 16,6 Amper. Wenn Sie eine grosse Autobatterie mit 80 Ah = 80 Amper * Stunden haben, so ergibt sich die Dauer: 80 Ah / 16,6A = 4,8 Stunden. Hier merkt man, dass es bei über 1000 Watt im PKW kritisch wird, die Dauer sinkt auf 30 Minuten - was nicht sehr sinnvoll ist.

Wir freuen uns sehr, wenn dieser Ratgeber etwas Licht ins Dunkle gebracht hat.

Wir haben in unserem Shop einige Spannungswandler und Zubehör im Angebot, wir würden uns über Ihren Besuch sehr freuen.


 

Solarstrom für Garten-, Wochenendhaus oder Caravan

Die Solarzellen liegen heutzutage ganz stark im Trend, egal ob Grossanlagen oder Mini-Anlagen für Gartenhaus. Viele würden gern sich eine kleine Solaranlage zulegen, jedoch wissen nicht recht, worauf Sie genau achten sollen. Wir versuchen mit diesem kleinen Ratgeber den Kunden schnell und unkompliziert zum Ziel führen.

Als erstes sollten Sie sich einen Konzept überlegen: einfach auf einem Blatt Papier die Verbraucher mit den entsprechenden Wattzahlen aufzeichnen, die Sie gern verwenden würden. Lassen Sie die Spannung der Verbraucher erst ausser acht. Die Summe dieser Wattzahlen ergibt einen Richtwert zum Zusammenstellen der Solaranlage. Zum Beispiel: 2x 12V LED-Lampen je 9 Watt, 1x LED-Fernseher 90 Watt, 1x Laptop 40 Watt, = Gesamtlast: 148 Watt.

Mann braucht definitiv einen Akku - im Idealfall ist es eine Solarbatterie (ist optimiert für Solaranwendung, sehr langlebig), notfalls geht auch die Autobatterie (ist anders aufgebaut, nicht so optimal für Solaranwendung - Achtung die Autobatterie kann u. U. gasen - nicht in geschlossenen Räumen verwenden!). Bei unserer Beispielsrechnung bekommen wir 148 Watt, daraus berechnen wir den Strom bei 12V Solarspannung: 148 Watt / 12 Volt = ca. 12,4 A - dies ist Maximalstrom, sozusagen wenn alles AN ist. Wenn man alle aufgeführten Geräte mindestens fünf Stunden unterbrechungsfrei betreiben will, so ergibt sich die benötigte Kapazität des Solar-Akkus: 5h * 12,4 A = 62 Ah, am besten erwirbt man gleich einen Akku mit 70-80 Ah als Reserve.

Wenn wir nun einen Akku für unsere Anlage haben, so sucht man sich passende Solarmodul: z.B. 40 Watt Modul liefert Ladestrom von 40 Watt / 12 Volt = 3,3A d. h. Ihr Akku mit 80 Ah braucht 80Ah/3,3A = 24,3 Sonnen-Stunden zum Vollladen. In Deutschland geht man grundsätzlich von ca. 5 Sonnenstunden/Tag, folglich würde Ihr 80 Ah Akku in 5 Tagen voll und Sie können am Wochenende die gespeicherte Sonnenenergie frei nutzen. 

Nun hat man aber ein Problem, was wäre wenn eine exrem sonnige Woche ausfällt, z. B. 8 Sonnenstunden/Tag? Was passiert dann? In diesem Fall wäre Ihr Akku über 100% geladen, dies tut dem Akku auf Dauer nicht gut und kann u. U. gefährlich werden. Man benutzt als Schutzmaßnahme einen Laderegler. Das Gerät steuert den Ladevorgang und schlatet ab wenn der Akku voll ist. Es gibt auch Laderegler mit Lastabwurf, welches die Verbraucher automatisch abschaltet, wenn Akku leer ist. Auf diese Weise wird die Tiefentladung vermieden.

Wenn man die Anlage später vergrössern will, sollte man auch einen entsprechenden Laderegler kaufen, diese unterscheiden sich in Leistungsfähigkeit z. B. max. 7A, 10A, 20A usw.

Will man mehrere Solarzellen zusammenschalten, so schaltet man diese Parallel "+" zu "+" und "-" zu "-", so wächst der Ladestrom bei gleichbleibender Spannung.

Um aus der 12V Gleichspannung die gängige 230V Wechselspannung zu bekommen, benutzt man einen Spannungswandler, diese sind heutzutage mit div. Wattzahlen relativ günstig zu haben (siehe einen extra Ratgeber hierzu).

Tipp: es gibt auch Sparlampen bzw LED-Lampen, die direkt an 12V Gleichspannung angeschlossen werden können, so haben Sie keinen Umwandlungsverluste (ca. 5 - 20% Energie geht bei der Umwandlung verloren).

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Objektive für Überwachungskameras

Immer mehr Kleinunternehmen und sogar Privatpersonen setzen auf Sicherheit. Das Zulegen einer Überwachungsanlage wirkt vorbeugend und bietet sowohl passiven als auch aktiven Schutz gegen Raubüberfälle, Diebstahl, Gewalt etc. Wir wollen uns hier mit Objektivarten befassen, deren Wahl letztendlich für Erfolg oder Misserfolg bei der Überwachung entscheidend ist.

Meistens werden die Kameras mit 6-8mm Standard-Objektiven verkauft, diese Objektive sind bestens geeignet für mittlere Überwachungsräume und Lichtverhältnisse. Entscheidend ist letztendlich der Öffnungswinkel, der über die Chipgrosse (z. B. CMOS oder CCD 1/4“, 1/3“) und Brennweite des Objektivs gegeben ist. Wenn man an Öffnungswinkel denkt so gibt es hier grundsätzlich mehrere Winkel: horizontaler, vertikaler und diagonaler. Meistens wird von dem Hersteller/Verkäufer der horizontale Winkel angegeben.  Der hor. Öffnungswinkel berechnet sich wie folgt:  Man berechnet zunächst die Breite des Chips: b=3/5*d, wobei d ist die Chipgroße in mm (diese Formel gilt nur für 4:3 Verhältnis). Anschließend berechnet man den Winkel: w=2*arctan(b/(2*f)), wobei f ist die Brennweite des Objektivs in mm. 

Beispiel: 1/4“ = 6,35mm Chip, 2.1mm Objektiv (1Zoll = 25,4mm)

b=3/5* 6.35 mm = 3.81 mm

w=2*arctan ( 3.81/4.2) = 84.4°

* acrtan lässt sich mit Windows-Taschenrechner berechnen (Ansicht -> wissenschaftlich)

Mit diesen Berechnungen lassen sich die Objektive für 1/4“ - 1/3“ Chip in folgende Kategorien unterteilen: bis 3 mm Starker Weitwinkel, von 3 mm bis 5 mm Weitwinkel,  von 5 mm bis 9 mm Standardobjektiv, von 9mm bis 12 mm ein Teleobjektiv, ab 12mm ein starkes Teleobjektiv. Nun wollen wir den benötigten hor. Öffnungswinkel berechnen, dies geht mit der Schulgeometrie:

w=2*arctan(d/(2*h)) mit d als die Breite des Überwachungsbereichs in Meter und h ist der Abstand der Kamera von dem Überwachungsbereich in Meter.

Beispiel: Ein Tankwart möchte seine Zapfsäulen überwachen, die Kameras sollten aber unauffällig und etwas weiter weg montiert werden. Dabei sollte Kennzeichen von Autos klar erkennbar sein. Breite des Überwachungsbereichs sollte somit der Breite vom Auto entsprechen ca.  d= 2m. Die Kamera wird in einer Entfernung von h=10m platziert. Somit folgt:

w=2*arctan (2/20) = 11.42°

die Objektivbrennweite ergibt sich dann aus der vorher eingeführten Formel zu:

f= b/(2*tan(w/2))=3.81/(2*tan(11,42°/2))=ca. 19mm also ein sehr starkes Teleobjektiv.

Somit lässt sich mit diesen Berechnungen in vielen Fällen ein passendes Objektiv finden. Es ist noch wichtig zu erwähnen, dass die Änderung der Brennweite auch die Lichtmenge mitändert, die auf CCD-Chip fällt. Mit Vergrößerung der Brennweite wird das Bild immer dunkler, deswegen sollte bei Telekameras gleich eine lichtempfindlichere Kamera gewählt werden. Lichtempfindlichkeit der Kamera wird in bestimmten Grenzen automatisch geregelt. Diese Grenzen werden von dem Hersteller gesetzt und bestimmen den Preis der Kamera mit. Die Lichtempfindlichkeit ist aber ein Kapitel für sich und wird in näherer Zukunft von uns evtl. auch erörtert.

P.S: Wir freuen uns sehr, wenn dieser Ratgeber Ihnen hilfreich war, wollen jedoch auch erwähnen das dieser Ratgeber keineswegs auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Vollkommenheit einen Anspruch erhebt.

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